Love-Linked - A Birthday Project for Alan Rickman  
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Auf dieser Seite könnt ihr nachlesen, wie unser "Kettenbrief" Form angenommen hat.

Von der Erstellung der Website bis zum Versand des vollendeten Werks dauerte es rund sieben Monate, die wir für euch folgendermassen dokumentiert haben:


Entstehung Teil 1
Von der Erstellung der Website bis zur Fertigstellung des letzten Love-Links
Entstehung Teil 2
Von den Tücken des Versands:
Ein Drama in vier Akten
Chronologie
Ein kleiner zeitlicher Überblick für alle, die es kurz und bündig mögen




Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei allen Personen bedanken, die in irgendeiner Weise an der Umsetzung von Love-Linked beteiligt waren. Es hat riesigen Spass gemacht, mit euch zusammenzuarbeiten!






















Entstehung Teil 1

Nachdem die Idee zu Love-Linked (welche unter Das Projekt näher beschrieben wird) geboren war, stand uns der wesentlich schwerere Teil der Umsetzung bevor. Fest stand, dass man sich der modernsten Kommunikationsmittel würde bedienen müssen, um den erforderlichen Kontakt zu Fans aus aller Welt herzustellen, und so wurde schon bald fleissig an einer Webseite gebastelt.


Die Website

Die Erstellung dauerte gut und gerne drei Monate; immerhin mussten dazu mehr als 80 Grafiken gezeichnet werden (davon 33 für die Anleitungen zur Herstellung der Kettenglieder), und die Texte schrieben sich auch nicht ganz von allein. Den Anspruch der Dreisprachigkeit würden wir im Nachhinein wohl eher nicht mehr stellen...


Die Teilnehmerwerbung

Da wir uns nicht auf unser Glück verlassen und darauf warten wollten, dass jemand per Zufall über unsere Website stolpert, haben wir beschlossen, persönliche Einladungen an potentielle Kandidaten zu verschicken. Unsere Opfer fanden wir hauptsächlich übers Alan Rickman Fanlisting, The Alan Rickman Forum und im Gästebuch von The Alan Rickman Download Haven. Zum Glück nahmen uns die Leute unsere Direktwerbung nicht übel. Drohbriefe haben wir jedenfalls keine bekommen, dafür jede Menge grossartiger Links.


Die Herstellung der Kette

Zwischen September 2005 und Februar 2006 trafen insgesamt 27 Kettenglieder aus ebensovielen Ländern bei uns ein (mehr dazu unter Das Ergebnis). Die Teilnehmer waren dazu aufgefordert, Vorder- und Rückseide ihres Kettenglieds auf zwei getrennte Blätter zu zeichnen. Wir haben die Links einzeln ausgeschnitten, mit Halbkarton verstärkt und ineinandergehängt. Erst dann konnten Vorder- und Rückseite ohne sichtbare Klebespuren zusammengefügt werden. (Den Schnitt, den wir dabei bei jedem zweiten Kettenglied anbringen mussten, haben wir so angelegt, dass er vom benachbarten Kettenglied überdeckt wird.) Nach ca. einer Woche war die Kette fertig, und es musste nur noch eine Liste aller Teilnehmenden erstellt werden. Schliesslich wollten wir unserem Lieblingsschauspieler nicht vorenthalten, wer denn hier alles an ihn gedacht hatte. Dass aus der Liste schliesslich ein 16-seitiges Booklet mit Vorwort, Übersetzungen der fremdsprachigen Geburtstagswünsche und weiteren Bemerkungen zu den Links wurde, konnte höchstens dem Bundesamt für Sozialversicherungen missfallen, auf dessen Farblaserdrucker das Ganze auf Schweizer Staatskosten ausgedruckt wurde.

Ein nettes Begleitschreiben an Melanie Parker (Mr. Rickmans Assistentin) später war unser Werk mit etwas Verspätung am 4. März 2006 zum Versand bereit. Und wer nun denkt, dass der Stress damit ein Ende hatte, der darf sich durch Lesen des zweiten Teils der Entstehungsgeschichte unseres Projekts eines Besseren belehren lassen...


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Entstehung Teil 2

Alias "Von den Tücken des Versands"

Die Hauptdarsteller in diesem Drama sind:



Die Stadt Bern
Eine echte Weltstadt. Dies zeigt sich unter anderem darin, dass die Innenstadt aus weniger als einem Dutend Gassen besteht und die Geschäfte samstags bereits um 16 Uhr ihre Tore schliessen, um sie am Montagmittag wieder zu öffnen.

Geheimagentin Nadine
Soll im Auftrag von 27 ausländischen Auftraggebern dafür sorgen, dass ein Schmuckstück von unbezahlbarem Wert sicher zu seinem Empfänger in London gelangt.

Gegenspieler 1: Die schweizerische Post
Funktioniert mit Ladenöffnungszeiten und einem eigenwilligen Tarifsystem: Ein Inlandbrief darf maximal 35 x 25 x 2 cm gross sein, sonst gilt er als Paket mit entsprechend teurem Porto. Eine Auslandsendung dagegen gilt erst dann als Paket, wenn die Summe ihrer Kanten unabhängig von ihrer Dicke mehr als 90 cm beträgt.

Gegenspieler 2: Die schweizerische Regierung
Ist in eine nationale Verschwörung verwickelt. Um der schweizerischen Post ihr teuflisches Handwerk zu erleichtern, gewährt sie ihr das absolute Briefmonopol. Unsere Geheimagentin wurde somit von höchster Stelle dazu gezwungen, ihre kostbare Fracht in die Hände einer Schurkenbande zu legen.

Die Love-Linked-Kette
Zusammen mit der Dokumentation misst sie exakt 32.5 x 23 x 3.5 cm. Da sie ins Ausland geschickt wird, geht sie locker als Brief durch.



1. Akt: Und es war laut

Sehr laut. So laut wie es eben ist, wenn zur Karnevalszeit zwei Dutzend Blaskapellen durch Berns zu enge Gassen marschieren.
Geheimagentin Nadine startete ihre Mission am 4. März 2006, um 13.40 Uhr MEZ. Es war ein Samstag - aber kein gewöhnlicher, wie Nadine zehn Minuten später feststellen musste, als am Hauptbahnhof einige hundert Karnevalswütige versuchten, ihr den Zutritt zur Innenstadt zu verwehren. Nadine gab sich kampfbereit, doch ihre Gegner kämpften mit unlauteren Mitteln. Irgendwie hatten sie es geschafft, die Stadtregierung auf ihre Seite zu ziehen. Diese hatte nämlich beschlossen, zum Zweck des Karnevalsumzugs die wichtigsten Gassen für jeglichen Verkehr inkl. desjenigen auf zwei Beinen zu sprerren. So brauchte Nadine für den Gang zur Papeterie, wo sie eine geeignete Verpackung für ihre wertvolle Fracht erwerben wollte, geschlagene 20 statt der üblichen 5 Minuten - nur um festzustellen, dass der grösste Schreibwarenladen der schweizerischen Hauptstadt keine Briefumschläge oder sonstigen Verpackungen verkaufte, die dem Briefformat der schweizerischen Post entsprachen.
Das Stichwort "Post" brachte unsere Protagonistin schliesslich auf die Idee, sich in einem Postshop nach einem passenden Umschlag umzusehen. Wie praktisch, dass das entsprechende Gebäude an jenem Samstag von zwei Seiten abgesperrt und von den anderen zwei Seiten von unzurechnungsfähigen Betrunkenen in albernen Kostümen belagert war. Den widrigen Umständen zum Trotz hielt Nadine eine halbe Stunde später eine Packung gepolsterter Umschläge in den Massen 35 x 25 x 5 cm in Händen. Daraufhin erledigte sie noch ein paar weitere Einkäfe und stand um 15.30 Uhr in der Schalterhalle der Postfiliale Bern Bärenplatz (welche sich im selben Gebäde befindet wie der Postshop) und wunderte sich über die Tatsache, dass ein 3.5 cm dicker Gegenstand nicht in eine angeblich 5 cm dicke Verpackung passen wollte. Nachdem der Umschlag selbst nach der Entfernung der gesamten Polsterung noch zu klein war, wurde aus der Verwunderung langsam Panik. Ein Blick auf die Uhr verriet Nadine nämlich, dass sie noch genau zwanzig Minuten Zeit hatte, um die Love-Linked-Kette am Schalter abzugeben, bevor letzterer übers Wochenende geschlossen wurde.
Zwei Jahre Erfahrung im Shotokan-Karate ermöglichten es Nadine, ihre Ellenbogen so einzusetzen, dass sie sieben Minuten später an der Kasse des benachbarten Warenhauses stand und dort ein paar Operationswerkzeuge erstand. Inmitten von Hexenhut-, Clownnasen- und Piratenhutträgern führte unsere Agentin schliesslich unter grösstem Zeitdruck die rettende Notoperation durch. Unter Zuhilfenahme der soeben entstandenen Rolle Klebeband und der neuen Schere gelang es ihr, den Briefumschlag um die fehlenden paar Milimeter zu vergrössern. Sechs Minuten vor Schalterschluss platzierte eine atemlose Nadine die versandfertige Love-Linked-Kette auf der Theke der Postfiliale Bern-Bärenplatz und stahl so einer blonden Auszubildenden einige Minuten ihres Feierabends. Der Formularkrieg, der beim Verlangen eines Rückscheins veranstaltet wird, beeindruckt sogar eine Mitarbeiterin der öffentlichen Verwaltung... Die Auszubildende rächte sich auch prompt für ihren verzögerten Feierabend, indem sie Nadine für den Versand und den Rückschein unverschämte dreissig Franken bezahlen liess. Dafür bietet die Post dann die tolle Dienstleistung, dass man den Weg der Sendung online bis zur Schweizer Landesgrenze verfolgen kann (danach hat man als Kunde keine Möglichkeit mehr, den Standort seiner Fracht in Erfahrung zu bringen).
Immerhin schaffte es dieser bescheidene Service noch, unserer Protagonistin gehörig das Wochenende zu vermiesen. Konnte sie doch von Zuhause aus live mitverfolgen, wie die Kette bis am Sonntagabend in Bern liegen blieb und die Schweiz erst am frühen Montagmorgen verliess. Immerhin wissen wir jetzt, dass man sich den teuren Priority-Zuschlag für einen schnelleren Versand beim nächsten Mal sparen kann.


2. Akt: Und es war leise

Sehr leise. So leise wie es eben ist, wenn die Schweizer Post, welche auf ihrer Website verspricht, einen Rückschein auf schnellstmöglichem Weg zum Auftraggeber zurückzuschicken, mal wieder ihre Kompetenz unter Beweis stellt. Nach zwei Wochen und etlichen Inspektionen von Nadines Briefkasten (nein, er hat wirklich kein Loch) bzw. der näheren Umgebung (nein, Nachbars Hund frisst keine Rückscheine), wurde die Stimmung langsam etwas gedämpfter. Zahlreiche Horrorszenarien setzten sich in den kreativen Köpfen des Love-Linked-Teams fest (vom Schweizer Zoll konfisziert, vom britischen Zoll konfisziert, von I.C.M. konfisziert, vom MI5 konfisziert...) und sorgten für einige schlaflose Nächte (welche selbstverständlich zur Rundumbewachung eines gewissen Briefkastens genutzt wurden). Bloss die Schweizer Post schien keine Nachtschichten einzulegen, denn sie liess auch während weiterer zwei Wochen nichts von sich hören.


3. Akt: Und es war wieder etwas lauter

Nicht sehr laut. So laut wie es eben wird, wenn Nadine es gerade noch schafft, sich zu beherrschen. Anfangs April stapfte die Obenerwähnte in die Poststelle Bern Bärenplatz und klagte ihr Leid vom verlorenen Rückschein einer überschminkten Schalterangestellten, welche für den gewünschten Nachforschungsauftrag auch gleich fünfzehn Franken kassieren wollte. Nachdem sich die Dame nach Nadines Intervention und einem Gespräch mit ihrem Vorgesetzten endlich davon überzeugen liess, dass die Suche nach dem verlorenen Rückschein gemäss den Geschäftsbedingungen kostenlos zu erfolgen hat, füllte sie schliesslich das erforderliche Formular aus, allerdings nicht ohne sich darüber zu beklagen, dass auf Nadines Postquittung vom 4. März die Londoner Postleitzahl fehlte. Da aber auf besagter Quittung der Name des Adressaten, die Strasse und sogar der Name des Hauses, in welchem I.C.M. ihren Sitz haben, vermerkt war, konnte Nadine nicht ganz begreifen, wo das Problem lag. Die Dame am Schalter kam offenbar zum selben Schluss, denn sie sagte Nadine, dass die Angaben auf der Quittung ausreichten und sie sich keine Sorgen machen sollte. Und Nadine machte sich auch gar keine Sorgen, jedenfalls nicht bis zu dem Zeitpunkt als sie erfuhr, dass die Nachforschung gut und gerne vier Wochen dauern könne.


4. Akt: Und es war laut

Sehr laut. Nicht ganz so laut wie zwei Dutzend Blaskapellen, aber so laut wie es eben wird, wenn es mit Nadines Beherrschung vorbei ist. Aber dazu kommen wir gleich. Nach dem Schock mit der einmonatigen Wartefrist suchte Nadine erste einmal Zuflucht in der Vergrösserung ihrer Ralph-Fiennes-Filmsammlung (bei der Alan-Rickman-Filmsammlung gibt es leider schon seit geraumer Zeit nichts mehr zu vergrössern), aber das änderte auch nichts an der quälenden Ungewissheit und grenzte in Anbetracht der Situation eher an Hochverrat. Dann schien auf einmal Bewegung in die Sache zu kommen, als bereits nach zehn Tagen ein Schreiben der schweizerischen Post in Nadines Briefkasten lag. Statt der erhofften Erleichterung bescherte das unsägliche Schreiben aber einen Tobsuchtsanfall, indem es unsere entnervte Protagonistin dazu aufforderte, auf dem beigelegten Formular doch bitte die fehlende Postleitzahl zu ergänzen... (Und ja: Schweizer Postangestellte scheinen in der Tat zu doof zu sein, selbst danach zu suchen. In einem Testversuch brauchte Nadine zwei Minuten, um auf royalmail.com fündig zu werden.) Eine Woche später wurde Nadine wieder mit einem Brief der Post beglückt; diesmal enthielt der gelb-weisse Umschlag eine Auftragsbestätigung für den Nachforschungsantrag, zusammen mit dem Hinweis, dass die Nachforschung bis zu zwei Monaten (!?!!) dauern könne...
Nadines Filmsammlung wuchs weiter überproportional stark an, und das war auch gut so, denn solange sie vor der Glotze sass, jagte sie wenigstens keine Poststellen in die Luft. Die lange vermisste (und doch eigentlich auch verdiente) Erleichterung stellte sich Ende April ein, eingeklemmt zwischen einem Kleiderkatalog und einer Bankabrechnung. Es war aber nicht, wie man hätte erwarten können, der vermisste Rückschein. Der blassgelbe Umschlag mit einer dreifachen Ausführung von Queen Elizabeth's Antlitz in der rechten oberen Ecke liess doch eher auf einen anderen Absender schliessen. Und nachdem in dem netten Schreiben von Alan Rickmans Assistentin zu lesen war, dass sie unseren Kettenbrief selbstverständlich an den schönsten aller Schauspieler (sorry, Ralph!) weitergeleitet hat, war die Welt wieder in Ordnung. Ausser für die schweizerische Post vielleicht. Deren Filiale am Bärenplatz steht zwar noch, dafür jagt sie aber noch immer einem vermissten Rückschein hinterher. Wir denken nämlich nicht im Traum daran, unseren Nachforschungsauftrag zurückzuziehen. Rache kann ja so entspannend sein. Wir möchten uns an dieser Stelle ganz herzlich bei Professor Snape für diese Erkenntnis bedanken...


Epilog:

In der Zwischenzeit haben wir - ratet mal, was... Einen weiteren Brief von der schweizerischen Post erhalten. Und - wen erstaunt's - auch dieser enthielt keinen Rückschein. Bloss ein Schreiben, in welchem uns die Post mitteilte, wie sehr sich sich doch freue uns sagen zu dürfen, dass unser Brief zugestellt worden sei. Beweise dafür gab's keine. Hossa. Wir sind schon fast erleichtert darüber, dass wir seither nichts mehr von diesen Schwachköpfen gehört haben...


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Chronologie


April 2005   Idee
Jul. - Sep. 2005 Website
Sep. - Dez. 2005 Teilnehmersuche, Verschicken von ca. 120 persönlichen Einladungen
Oktober 2005 Erster Beitrag (aus Argentinien)
Februar 2006 Letzter Beitrag
2. März 2006 Fertigstellung der Kette
4. März 2006 Aufgabe der Kette bei der Poststelle Bern Bärenplatz
5. April 2006 Nachforschungsauftrag an die Schweizerische Post
April 2006 Antwortbrief von Alan Rickmans Assistentin
Mai 2006 Warten auf eine Antwort (und eine Entschuldigung!) der Schweizerischen Post...

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